Nachgedacht

ZUR BIBELSTUNDE!

Ist das heute „Schnee von gestern“?

Schon 1523 schlug Martin Luther sogar tägliche Zusammenkünfte vor, in denen biblische Texte ausgelegt werden sollen. Im Gegensatz zu einer kirchlichen Wort- und Sakramentsverwaltung, wurden Bibelstunden im 19. Jahrhundert zum Ausgangspunkt geistlicher Erneuerung, in denen auch Laien (d.h. Angehörige einer christlichen Gemeinschaft ohne geistliches Amt) zu Wort kamen. So besuchte um 1825 in Halle/Saale, der unter Professor Tholuck studierende Theologe Georg Müller die Bibelstunden von Johann Veit Wagner, einem Stellmacher, der im täglichen Leben sich mit der Herstellung von Wagenrädern und anderen landwirtschaftlichen Geräten aus Holz, seinen bescheidenen Lebensunterhalt verdiente. Im Kreis dieser Männer und Frauen bekam Georg Müller ein neues Verhältnis zum christlichen Glauben. Er förderte später als „Waisenhausvater von Bristol“ die Brüderbewegung und die Christlichen Versammlungen in Deutschland. Alle Kirchen und Gemeinden in Muldenhammer laden in verschiedenen Formen zu Bibelstunden oder Bibelgesprächskreisen ein.

In unserer Gemeinde haben wir aktuell mit dem Text des Lukasevangeliums begonnen. Ein gemeinsamer Austausch von unterschiedlichen Überlegungen, macht uns den Text oft verständlicher. Nach ca. 30 Minuten wird der Abend mit einer Gebetsgemeinschaft abgeschlossen. Jeder ist willkommen.

Johannes Pucklitzsch / Müllerbiografie)

ALLIANZGEBETSWOCHE 2019

 

Die Evangelische Allianz hat sich 1846 als weltweiter Verbund in London konstituiert. Damit ist sie der am längsten bestehende Zusammenschluss evangelischer Christen verschiedener Gruppen- und Gemeindezugehörigkeiten.

(Quelle: www.ead.de/ueber-uns/geschichte/)

 

In diesem Sinn haben sich auch dieses Jahr wieder Christen des Waldgebietes in der Emmauskirche in Hammerbrücke, den Räumen der Christlichen Versammlung Jägersgrün, der Landeskirchlichen Gemeinschaft Hammerbrücke und der Brüdergemeinde Hammerbrücke vom 14.-19.01.2019 zum gemeinsamen Gebet getroffen.

Das Thema der Woche war:“Einheit leben lernen!“

Vom Montag in der Emmauskirche Hammerbrücke, an dem Pfarrer Goll zu dem Thema sprach: „Der Berufung würdig leben“, bis zum Samstag in der Christlichen Versammlung Jägersgrün, als uns Johannes Pucklitzsch mit dem Thema: „Einander in Liebe ertragen“ konfrontierte, versammelten sich jeweils durchschnittlich 70 Christen.

Durch die Abende zog sich wie ein roter Faden die Aussage: „Einigkeit in Verschiedenheit“. Die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Christen und Gemeinden darf eine Chance und Bereicherung sein, leider wird sie manchmal als Konkurrenz empfunden und das hindert dann die Einheit.

Deshalb ist es wichtig, dass wir uns immer wieder auf den gemeinsamen Glauben an den dreieinigen Gott besinnen, was wir ja auch im gemeinsamen Gebet zu IHM zum Ausdruck brachten.

Die Themen der anderen Abende waren: „Demut, Sanftmut und Geduld einüben“, „Träger der Hoffnung sein“, „Die Einheit wahren“.

Am Freitag war das Thema: „Das Band des Friedens knüpfen“. Die Gedankenimpulse gab uns Johannes Dressel, nachdem uns Simon Eßbach auf die Wichtigkeit der festen Verbindung mit Gott hingewiesen hat. Die vorgetragenen Lieder der Jugendlichen waren für uns älteren Geschwister eine besondere Freude.

Im Sinn der evangelischen Allianz wollen wir nun auch in diesem Jahr unser Christsein leben. Inhalt der Richtlinie bei der Gründung der evangelischen Allianz war unter anderen: „Die bestehende christliche Einheit soll bekannt und sichtbar gemacht werden. Da wir in Wahrheit eins sind, so wünschen wir auch, soviel als nur möglich, sichtbar eins zu werden.“

Matthias Krippner)