2026-02 Fasten

Fastenzeit

In den letzten Jahren wurde in unserer Gesellschaft das Fasten immer beliebter. So halten 72% der
Deutschen den bewussten Verzicht für sinnvoll, um seinem Körper etwas Gutes zu tun: Da gibt es
Intervallfasten, Heilfasten, Basenfasten und vieles mehr. Aber das Fasten ist nicht nur für unsere
körperliche Gesundheit wertvoll.
Am 18.02.2026 beginnt die christliche Fastenzeit, die ihren Ursprung im 2.-4. Jhd. n. Chr. hat. Diese
40 Tage bis Ostersamstag (Sonntage ausgenommen) sind eine bewusste Vorbereitung auf Ostern
und die Erinnerung daran, wie Jesus an Karfreitag hingerichtet wurde. Ursprünglich wurde auf Fleisch,
Alkohol und tierische Produkte verzichtet. Mittlerweile gibt es zahllose Varianten des Verzichts: einige
fasten von Sonnenaufgang bis -untergang; andere nur eine Mahlzeit; etliche verzichten auf
Süßigkeiten; oder auf Soziale Medien / Serien & Filme / …. Außerdem muss die Fastenzeit nicht auf
40 Tage vor Ostern festgesetzt sein, sondern es kann jederzeit gefastet werden. Ich kenne Leute, die
etliche Tage überhaupt nichts gegessen, sondern nur Wasser getrunken haben: das kann für 3 Tage,
11 Tage, 40 Tage oder jede andere Zeitdauer gemacht werden.
Dabei geht es aber nicht vorrangig darum, seinem Körper etwas Gutes zu tun, sondern seinem
inneren Menschen. Durch das Fasten bekommt man die Chance, innerlich ruhiger zu werden und den
Alltagslärm nicht mehr so stark wahrzunehmen. Im Fasten kann man erleben, wie Gott den
körperlichen Verzicht geistlich ausgleicht, wenn wir ihm dazu die Möglichkeit geben. Wenn ich faste,
nutze ich besonders die Zeit, in der ich sonst essen würde, um zu beten: einerseits, um Gott zu
erzählen, was mich so beschäftigt; andererseits, um darauf zu hören, was er mir sagen will.
Probier es doch mal aus: Vielleicht nur einen Tag; oder eine Woche oder einen Monat: Rede mit Gott
und lade ihn ein, dir zu begegnen!

David Seidel